Star a Star

eat, choke, argue
In der Cafeteria herrschte, wie jeden Tag, schon reges treiben als Ren sie betrat.
Sein erster Blick fiel auf seinen Stammtisch, an dem nur HoroHoro und Chocolove saßen. Manta saß einen Tisch dahinter, neben Marion, bei den FanGirls. Yoh war nicht zusehen, ebenso wenig wie sein Zwilling von dem er sich gerade wieder getrennt hatte. Der nächste Blick ging in die Ecke des Saales an dem Jeanne neuerdings saß. Allerdings war weder von ihr etwas zu sehen, noch von der kleinen rosa Haarigen. Nur die Blondine saß dort und aß.
Ren setzte sich auf seinen platz gegenüber von HoroHoro der, deprimiert in seinem Essen herum stocherte. Chocolove hatte den Kopf eingezogen und versuchte möglichst unauffällig, auf den FanGirl Tisch zu spähen. Seine Mühe war aber so vergeblich wie, seine dauernden versuche witzig zu sein. Ohne das geringste Wörtchen zu den beiden, begann der Tao seine Mahlzeit zu essen.
Als HoroHoro ihm sah hob er kurz den Kopf um dann zu seufzten. Ren störte sich allerdings nicht daran und aß nur ruhig weiter weswegen, der blau Haarige erneut seufzte. Nach einigen Momenten in denen weder Chocolove noch Ren auf ihm eingingen, seufzte er neuerlich nur diesmal um einiges lauter.
Die feine Ader auf der Stirn des Tao begann zu pulsieren, trotzdem aß er schweigend weiter ohne seinen Gegenüber auch nur einmal angesehen zu haben. Nach einem vierten und fünften Seufzer der jedes mal um eine Spur lauter geworden war, platzte Ren der kragen. Weswegen er ein genervtes „Was?“ bellte.
Chocolove zuckte deswegen heftig zusammen und warf dabei seinen Becher mit Saft um der, sich auf seinen eigenen Essen ergoss.
Während HoroHoro ihm deswegen dümmlich auslachte, seufzte diesmal Ren gedanklich bevor er seine Stäbchen erneut an seine Lippen führte.
Der dunkelhäutige schreckte sich zwar und stellte den Becher wieder auf, sah dann aber sofort wieder über seine Schulter zu den Tisch an dem, Manta mit Marion, Mathilda, Kanna und noch ein paar anderen Mädchen saß.
Enttäuscht da von Chocolove keine Reaktion kam, atmete HoroHoro geräuschvoll aus. Dann stützte er seinen Kopf auf die Hand und begann wieder in seiner Mahlzeit herum zu stochern. Nach einen verstohlenen Blick auf Ren seufzte er erneut.
Schlagartig pulsierte die Ader auf der Stirn des Tao wieder. Seine Augenbrauen zogen sich ebenfalls zusammen aber sonst, keinerlei Reaktion.
Der blau Haarige öffnete seinen Mund und zog die Luft ein, bevor er aber wieder seufzen konnte erklang Rens ungehaltene Stimme.
„Wage es ja nicht noch einmal dieses Geräusch von dir zu geben!“
„Ich mach doch gar nichts.“ meinte HoroHoro sofort.
„Mit deinen Nonverbalen Gewinsel nach Aufmerksamkeit nervst du mich!“
„Oh wow. Hast du das gehört Chocolove? Ren ist genervt. Das ist ja etwas vollkommen neues.“
Verwundert, da der dunkelhäutige erst durch die Erwähnung seines Namens aufmerksam wurde, sah er zwischen den beiden hin und her.
„Wenn du nicht sofort mit deiner penetrant nervigen Art aufhörst zeig ich dir etwas neues!“ fauchte Ren.
HoroHoro keifte wieder zurück. „Ja weil eine Drohung von dir wirklich sehr innovativ ist!“
„Hör damit auf Wörter zu benutzten die du nicht kennst! Du hast doch keine Ahnung was das überhaupt bedeuten sollte!“
Nach einigen malen verwundert Blinzeln seufzte Chocolove, was ein großer Fehler sein sollte. Den kaum war der Hauch über seine Lippen gekommen funkelten ihm zwei wütende Gesichter an und keiften zeitgleich.
„Hör auf zu Seufzen!“
Nicht verstehend warum, dieses kleine Geräusch von ihm, die beiden so wütend machte, zog Chocolove den Kopf, was die beiden dazu brachte sich wieder gegenseitig böse an zu funkeln.
„Schrei Chocolove nicht an nur weil du wegen Jeanne frustriert bist!“
„Ich schreie jeden an den ich will! Mit Jeanne hat das nicht das geringste zu tun sondern nur mit dir du pustender Hohlkopf!“
„Wem nennst du hier Hohlkopf?“ keifte der blau Haarige. „Alles was sich in deinen Kopf befindet ist sowieso nur heiße Luft weil, du immer nur den ganzen Tag vor dich hin kochst!“
Für den Bruchteil einer Sekunde sah Ren ihm verwundert an. „Wie lange hast du den für den Spruch gebraucht? Oder hat ihn dir Pilika diktiert?“
Als HoroHoro gerade für eine Erwiderung Luft holte, hörten sie ein gut gelauntes. „Mahlzeit Jungs. Schmeckt euch das essen?“
Sowohl der Spitzkopf als auch der blau Haarige sahen Yoh zuerst an bevor sie sich beide, mit einen schnauben und verschränkten Armen von einander abwandten.
Lächelnd setzte sich der Asakura und sah zufrieden auf seinen Teller. „Die Tage an denen es Taiyaki gibt sind immer die besten.“
Yoh bekam von keinem der drei eine Antwort, was ihm aber nicht weiter störte.
Nachdem der Teller des Asakura fast leer war wandte sich HoroHoro wieder den Tisch zu, er senkte seine verschränkten Arme und seufzte eher unbeabsichtigt.
Augenblicklich fuhr Ren deshalb wieder aus der Haut. „Wenn du noch ein einziges mal Seufzt benutze ich die Essstäbchen um dich leiden zu lassen!“
Sofort verdüsterte sich auch wieder der blick des blau Haarigen bevor er höhnte. „Das ist ja wirklich was neues! Damit hast du mir ja noch nie gedroht!“
Yoh gab dann komische würge Geräusche von sich und versuchte verzweifelt nach Luft zu schnappen. Während er sich auf die Brust schlug, lief sein Gesicht bereits blau an.
Reichlich genervt verdrehte Ren die Augen und schlug ihm dann auf den Rücken. Den Happen der ihm in Hals stecken geblieben war, spuckte er dann aus und er flog geradewegs an HoroHoro und Chocolove vorbei, um in Kannas langen blauen Haar hängen zu bleiben.
Alle vier sahen geschockt auf die blauen Haare, von denen der bissen langsam hinunter rutschte. Still schweigend, nicht einmal wagend zu laut zu atmen, sahen sie dabei zu wie es immer weiter hinab glitt und schließlich, mit einen kaum wahrnehmbaren Geräusch, auf den Boden landete. Im Normalfall wäre Yoh aufgestanden und hätte sich dafür Entschuldigt. Kanna hatte aber oft sehr Fauststarke Argumente, weshalb der Asakura lieber den Kopf einzog und unauffällig die Seite wechselte so das, er rücken an rücken mit ihr saß.
Da die blau Haarige ein seltsames ziehen in ihren Haar gespürt hatte fuhr sie sich darüber um dabei, zu merken das ihre schöne Mähne mit irgendetwas bekleckert worden war.
Yoh spürte wie ihm ein eiskalter Schauer über den Rücken ran da, Kanna sich wütend umgedreht hatte.
„Ähm ich weiß nicht wie ich beim Englisch Test abgeschnitten habe.“ sagte er dann schnell. „Ich hatte irgendwie nicht genug zeit und bin nicht ganz mit allen Aufgabe Stellungen fertig geworden.“
Schnaubend stand das Mädchen auf um die Cafeteria zu verlassen. Ren HoroHoro und Chocolove begannen, kaum das sie außerhalb der Hörweite war, zu lachen. Dabei lachten sie aber nicht Kanna aus sondern, Yoh der kreidebleich im Gesicht war und gerade wieder etwas Farbe bekam.
Der Asakura selbst atmete erleichtert aus und machte sich dann über den Rest seines Taiyaki her.
„Idiot.“ kommentierte Ren. „Wenn du das nächste mal zu Blöd zum kauen bist lasse ich dich einfach ersticken.“
„Ich werde in Zukunft besser kauen.“ grinste Yoh und verschluckte sich prompt wieder. Wieder röchelte er verzweifelt nach Luft und lief dieses mal schneller blau an.
Ren widerstand den Drang sich gegen die Stirn schlagen zu wollen und seufzte. HoroHoros Kopf rückte sofort zu ihm. „Was, du darfst seufzten? Aber mir willst du es verbieten?“
Chocolove, der neben Yoh saß, sah wieder verwirrt zwischen den beiden Streithähnen hin und her.
Sich selbst auf die Brust klopfen brachte dem Asakura nichts, weswegen er immer mehr blau anlief.
„Bei solchen Verrückten wie euch, bleibt mir ja keine andere Wahl!“ giftete der Spitzkopf zurück.
Verzweifelt, da ihm schon langsam schummrig wurde, versuchte Yoh die Aufmerksamkeit von jemanden zu bekommen der ihm auf den Rücken klopfen könnte.
Chocolove sah aber selbstvergessen zu den beiden.
Gerade als Ren etwas sagen wollte, damit Yoh doch von irgendjemanden gerettet wurde, kam der andere Zwilling an den Tisch und schlug seinen Bruder lachend auf den Rücken.
Da der jüngere Asakura den Hals gereckt hatte flog dieses Stückchen im hohen bogen über den Tisch und landete dann mitten auf den Gang. Total ausgelaugt landete Yohs Kopf, schwer atmend, auf der Tischplatte.
Immer noch lachend setzte sich Hao neben Ren, gegenüber seines Bruders. „Was war den das für ein seltsamer Mordversuch?“
Der Amerikaner erwachte dann aus seiner starre und sprang auf die Beine. Nach einen kurzen. „Entschuldigt mich.“ rannte er auch schon davon.
HoroHoro sah ihm verwundert nach, Ren wandte seine Aufmerksamkeit auf den letzten Tisch in der Ecke an den Jeanne schon neben Tamao saß und gerade irgendetwas erzählte.
Hao folgte seinen Blick und fragte in gedämpfter Lautstärke. „Sag bloß du streitest immer noch mit ihr.“
Der Tao knurrte unwirsch und wendete sich wieder seinen essen zu.
Immer noch keuchend, aber zumindest nicht mehr so schwer, hob Yoh seinen Kopf. Er wirkte etwas grün um die Nase und bestätigte auch gleich. „Ich glaube, von den vielen würgen ist mir jetzt schlecht.“
Augen verdrehend schob sich Ren einen Bissen in den Mund, dabei sah er nur stur auf seine Mahlzeit.
HoroHoro hatte seinen Kopf wieder auf seine Arme abgestützt und sah gedankenverloren auf einen imaginären Punkt.
Hao war der einzige der auf seinen Bruder einging. „Grün als Farbe steht dir zwar, aber trotzdem solltest du es nicht übertreiben.“
„Ich werde es mir merken.“ grinste Yoh für wenige Sekunden und legte sich, in der Befürchtung das er sich übergeben musste, die Hand auf den Mund.
Während der jüngere Asakura in den nächsten Minuten damit beschäftigt war sich nicht zu übergeben, hingen seine Tischnachbarn ihren eigenen Gedanken