Star a Star

the time is out of joint
Als es zur Pause läutete nahm sich Chocolove sein Handy und schaltete von >Queen – We are the Champions< an.
Hao konnte darüber nur den Kopf schütteln. „Meinst du nicht das es nur wegen einen Test ein bisschen Theatralisch rüber kommt.“
HoroHoro verzog sein Gesicht. „Genau! Es hat bestimmt nicht jeder so toll abgeschnitten.“
Natürlich musste Ren sofort spotten. „Tja wenn du gelernt hättest, hättest du wesentlich besser abgeschnitten.“
„Haha unheimlich witzig.“ meinte HoroHoro geknickt. Da Ren genau wusste das er wirklich bis zum umfallen gebüffelt hatte.
Chocoloves Lied kam in ebenjenen Moment zum ersten mal zum Refrain, was den blau Haarigen überhaupt nicht zu gefallen schien. „Jetzt mach endlich deine nervige Amerikanische Musik aus.“
Ren schlug sich deshalb auf die Stirn, Yoh und Hao begannen zu lachen und Chocolove sah HoroHoro geschockt an. Der Ausdruck des dunkelhäutigen verdüsterte sich zusehens weswegen der blau Haarige seine Freunde verwirrt musterte. „Was ist den?“
„Oh man HoroHoro du weißt auch absolut überhaupt nichts.“ sagte Ren dazu. „Bist du sicher das du deinen Abschluss wirklich auf dieser Schule machen willst? Am ende der Stadt wäre eine Baumschule in der du dich sicher sehr wohl fühlen würdest.“
Hao legte HoroHoro dann die Hand auf die Schulter. „Vielleicht solltest du auch dazu sagen das, eine Baumschule keine Schule für Bäume ist, sondern eine Sonderschule.“
Der blau Haarige verstand im Moment nicht recht was er jetzt schon wieder falsch gemacht hatte. Nur das sie ihm verspotteten und das ihm das absolut nicht gefiel war ihm klar.
Er schlug Haos Hand weg und starrte von einem zum anderen. „Wahnsinnig witzig wirklich.“
Chocolove kochte weiterhin vor sich hin bis er platzte. „Queen ist keine Amerikanische Band! Sondern eine Englische! Merk dir das!“
„Was den? Deswegen flippst du so aus?“ fragte HoroHoro verwirrt. „Englisch, Amerikanisch ist für mich sowieso alles Russisch.“
Ren schüttelte den Kopf. „Das merkt man daran wie gut du an deinen Englisch Test abgeschnitten hast. Wenn du willst melde ich dich sogar auf der Baumschule an.“
„Du solltest ihm besser auch hinbringen, sonst verläuft er sich noch auf den Weg dorthin.“ grinste Hao.
„Ich fasse es nicht das ihr mich deswegen aufzieht. Als würde es wirklich irgendjemanden jucken woher Queen kommt.“
„Schon mal was von Allgemein Bildung gehört?“ wollte Ren wissen.
Sofort nickte Chocolove. „Auch wenn man so eine Musik nicht hört weiß man ein paar Sachen. Dazu gehört eben so etwas wie woher >Queen< >Beattles< oder >The Rolling Stones< kommen.“
HoroHoros Gesicht erheiterte sich. „Ich weiß; Alle aus England!“
„Vollidiot.“ verdrehte Ren seine Augen.
Yoh kicherte wie das ganze Gespräch lang schon. „>Die Beattles< ja aber >Die Rolling Stones< sind Amerikaner.“
Geschockt sah Chocolove HoroHoro an. „Wie kann man nur so unwissend sein?“
„Mach dir nichts draus Chocolove.“ meinte Ren. „Von jemanden der glaubt das Mozart ein Deutscher war kann man nichts anderes erwarten.“
„War das der Taube Komponist?“
„Klar HoroHoro. Deswegen ist in den Mozart Kugeln auch Marzipan, damit man sich etwas in die Ohren Stecken kann und auch so tun kann als wäre man Taub.“ meinte Ren bevor er sich in Bewegung setzte.
Angeekelt sah HoroHoro ihm hinterher. „Igitt wer steckt sich schon Marzipan in die Ohren?“
Ren sah noch einmal kurz über seine Schulter. „Du zumindest nicht. Bei dir kommt Marzipan eher bei den Ohren hinaus. Die Graue Pampe in deinen Kopf ist sowieso eher Marzipan als ein Gehirn.“
Empört schreiend rannte der blau Haarige ihm hinterher. „Ich mag Marzipan doch nicht mal!“
Ohne stehen zu bleiben grinste Ren gehässig. „Ist ja auch kein Wunder. Wenn mein Kopf voll davon wäre würde ich es auch nicht mögen.“
Chocolove war immer noch geschockt von so viel Ignoranter Unwissenheit, von seiner Meinung nach, den besten Bands. Sein Handy nach weiteren Unvergesslichen Klassikern durchforstend trollte er sich.
Hao sah den Tao verwundert hinterher. „Was ist den mit Ren los?“
Sein Bruder sah zuerst kurz dem Spitzkopf hinterher der mit HoroHoro wieder zu streiten begonnen hatte bevor er den lang Haarigen verwirrt ansah. „Wie kommst du auf die Idee das mit Ren etwas nicht stimmen könnte.“
„Durch Beobachtung natürlich.“ meinte Hao als wäre es nur allzu offensichtlich. „Ren scheint sich darüber zu freuen mit HoroHoro streiten zu können.“
„Klar das zählt ja auch mit zu seinen Lieblings Beschäftigungen.“
„Stell dich nicht schon wieder Dümmer als du bist Yoh. Ren freut sich immer nur dann darüber mit HoroHoro streiten zu können wenn, er unzufrieden ist und seinen Frust irgendwie raus lassen muss.“ Hao sah dann zu seinen Bruder. „Streitet er immer noch mit Jeanne?“
„Sie streiten nicht sie Diskutieren miteinander.“ grinste Yoh da er Rens Wortlaut noch genau im Kopf hatte.
„Das Wundert mich ein wenig. Normalerweise macht Ren doch alles um einen Streit mit Run oder Jeanne zu verhindern. Sehr eigenartig... Warum streitet er überhaupt mit Jeanne?“
„Wer sagt das ich etwas darüber wüsste?“
„Warum sonst hätte er dich heute Morgen abholen sollen, wenn nicht um mit dir darüber zu reden?“
„Tu nicht so als wäre ich für alle der Kummerkasten.“ benutzte Yoh Rens Worte.
Hao begann aber nur zu lachen. „Tu nicht so als wärst du es nicht. Schließlich kommen alle immer mit ihren Seelischen Wehwehchen zu dir.“
„Ähm ich schätze du solltest Ren besser selbst danach fragen.“
„Klar als würde er mir auch darüber irgendetwas verraten. Also sprich schon.“
„Tschuldige Hao ich glaube nicht...“
Der ältere Asakura nannte aber nur ermahnend Yohs Namen, damit der jüngere sich mit einem ergebenen seufzen selbst unterbrach.
„Jeanne befürchtet das du kein guter Umgang für Ren wärst und hat ihm deshalb darum gebeten darüber nachzudenken.“
„Das ist doch einmal sehr interessant.“ grinste Hao und sein lächeln wurde breiter.
Da Yoh diesen blick kannte schüttelte er sofort den Kopf. „Nein Hao!“
„Was nein? Ich weiß nicht was du von mir willst.“
„Du planst doch etwas. Aber du hast dich da raus zu halten. Das geht dich absolut nichts an! Das betrifft einzig und alleine Jeanne und Ren.“
„Stell dich nicht so an Yoh.“ lächelte er nur weiterhin.
„Hao lass es mich nicht bereuen dir davon erzählt zu haben.“
„Keine Sorge. Ich verspreche dir das du der letzte bist der irgendetwas zu bereuen hätte.“ damit setzte sich der lang Haarige Zwilling in Bewegung.
Yoh sah ihm kurz nach bevor er ihm folgte. Dabei murmelte er. „Und warum beruhigt mich das kein bisschen?“

Zu Annas nächsten Unterrichtsfach kam sie zu spät, was aber nicht weiter tragisch war da es nur Kunst war. Das einzige Fach das sie mit Jeanne zusammen hatte.
Nachdem sie von Hao weg war, hatte sie das Schulgebäude verlassen um auf den Schulhof frische Luft zu schnappen. Dabei hatte sie an die Worte ihrer Mutter denken müssen die sie an Sonntag Abend zu ihr gesagt hatte als sie mit der Illegalen Substanz nach Hause gekommen war, die sie in Kannas Zigaretten gemischt hatte.
Ihre Mutter hatte gemeint das Hao sie mögen würde.
Annas Antwort war darauf gewesen. „Nein Mama. Er mag nicht mich, sondern das ihm die Stirn geboten wird. Das ist ein Unterschied.“
Frau Kyouyama hatte sie daraufhin nur angelächelt. „In all den Jahren die ich schon auf der Welt bin denke ich das, ich genug Lebenserfahrung habe und auch genug Menschenkenntnis besitze.“ ihre Mutter hatte dann zu lachen begonnen. „Überhaupt nachdem mich Hao an deinen Vater erinnert als er noch Jung war. Dein Vater war auch so ein Rude Boy.“
Verwundert hatte sie ihre Mutter angesehen und eher ungläubig wiederholt. „Rude Boy?“
„Ein Rüder Junge wäre wohl die genaue Übersetzung. Heutzutage wird es aber auch gerne als Synonym für Alphatier verwendet, was mir ehrlich gesagt auch besser gefällt.“
„Ich weiß was das heißt. Ich bin nur überrascht das du den Ausdruck kennst.“
Frau Kyouyama hatte dann die Augen verdreht. „Also wirklich Anna, ich bin noch nicht Tod und auch keine Mumie und kann durchaus noch wahrnehmen was um mich herum alles passiert.“
Weil sich dieses Gespräch in diese Richtung entwickelte seufzte die junge Blondine genervt und auch sauer. „Ich fasse es nicht das du meinen Vater, deinen Mann, mit diesen, diesen...“
„Unreifen Idioten?“ half ihr ihre Mutter auf die Sprünge.
„Ja genau! Diesen Unreifen Idioten vergleichst.“
Wieder lachte ihre Mutter auf. „In deinen alter hätte ich mir gewünscht so eine Mutter wie mich zu haben.“
„Ich glaube ich kann mir sparen, dich darauf hinzuweisen das, das ziemlich eingebildet klingt.“
„Meine Mutter, deine Großmutter hätte mir wegen dieser Unverschämtheit eine Ohrfeige verpasst die ich zu meiner Hochzeit noch gespürt hätte.“ kicherte Frau Kyouyama. „Oma hat deinen Vater zuerst gehasst. In ihren Augen war er ein unverbesserlicher Nichtsnutz der nichts im Kopf hatte als seinen Spaß.“
Das hatte Anna nun doch überrascht. „Ehrlich?“
Soweit Anna gewusste hatte, hatte ihre Großmutter ihren Vater vergöttert, ihrer Meinung nach war er der Perfekte Mann gewesen. Der Perfekte Vater, der Perfekte Ehemann, das Perfekte Arbeitstier.
Wieder lachte ihre Mutter. „Dein Vater verstand sich vortrefflich darauf sich in Schwierigkeiten zu bringen. Wie du weißt war dein Vater kein Intellektueller, aber er wusste immer wie er sich auch aus den Blödsinn den er selbst angezettelt hatte wieder heraus manövriert. Einer dieser Dummheiten war ich, mich hatte er sehr schnell um den Finger gewickelt, deine Großmutter hatte ihm, jeden noch so kleinen Stein den sie