Star a Star

rubdown
Sport mit Chrom der wahrscheinlich direkt aus der Hölle gestiegen war, war gelinde ausgedrückt verdammt anstrengend. Als Anna endlich aus der Mädchen Umkleide des Sportraumes kam erwarteten sie schon Jeanne und Tamao die eine Freistunde gehabt hatten.
„Ich hätte nicht gedacht das ihr auf mich wartet.“ begrüßte Anna die beiden.
„Ich wollte das Tamao und du mich noch zum Chearleader Training begleitet.“ meinte Jeanne.
„Darauf habe ich eigentlich keine Lust.“
Tamao wie auch die grau blau Haarige sahen Anna verwundert an. „Wir dachten Chuck ist auf den Sportplatz draußen.“ sprach Jeanne weiter. „Willst du dir etwa nicht ansehen was du Marion antust wenn sie ihn findet?“
Annas Gesicht zierte ein kleines lächeln. „Ihr habt ihre Puppe schon gesehen nicht wahr?“
Tamao nickte heftig. „Nachdem du uns ja gesagt hast wo er ist, konnten wir einfach nicht widerstehen und mussten nachsehen.“
„Ich hatte trotzdem eigentlich nicht vor dabei zu sein wenn Marion ihn findet.“
„Warum nicht? Machst du dir sorgen das sie sonst wissen das du es warst?“
Anna schüttelte auf Jeannes frage den Kopf. „Nein ich weiß das sie wissen das nur ich dafür verantwortlich sein kann. Ich wollte mir nur das Geschrei ersparen.“
„Ich glaube nicht...“ Tamao unterbrach sich selbst mit einen räuspern weil ihre Stimme zu brüchig klang, um dann wesentlich fester von neuen zu beginnen. „Ich glaube nicht das Marion schreien wird. Viel eher wird sie zu weinen beginnen.“
Jeanne hängte sich dann bei Anna ein und zog sie mit sich. „Komm schon ich bestehe darauf, das du mich hinbringst.“
Anna folgte zwar entwand ich aber ihren Griff. „Von mir aus. Aber lange werde ich mir das nicht ansehen.“
„Warum nicht?“ fragte Jeanne. „Du wolltest den Mädchen ja eine Lektion erteilen also hast du dir auch anzusehen wie du sie Leiden lässt.“

Anna und Tamao waren bereits auf den Sportplatz gegangen und ließen Jeanne alleine in die Mädchen Umkleide Kabine des Sportplatzes gehen. Als die grau blau Haarige hinein ging, hörte sie wie eine andere Chearleaderin Marion aufbauende Worte sagten. Das sie Chuck schon wieder finden würde und der gleichen.
Damit wurde Jeanne auch gezeigt das zumindest dieses Mädchen noch nicht auf den Sportplatz war.
Mathilda die neben ihr stand klopfte ihr dann Aufmunternd auf den Rücken. „Na komm schon, bringen wir dich erst mal auf andere Gedanken.“
Zögerlich nickte Marion und ging dann zu ihren angestammten Spind. Jeanne hatte ihren Direkt neben den beiden und war bereits damit beschäftigt sich ihr Kostüm über zu streifen.
Seufzend öffnete Marion ihren Spind. Mathilda tat es ihr gleich, sprang dann jedoch einen großen schritt zurück als, sie den öffnete auf dem ihr Name stand und stieß einen Schrei aus.
Alle anderen Chearleader zuckten zusammen und versammelten sich dann um die orange Haarige herum, um zu fragen was los sei. Mathilda Antwortete jedoch nicht sondern sah mit starren Blick in ihr geöffnetes Metallfach. Tränen rannen ihr über die Wangen und wurden sehr schnell immer mehr und mehr. Ein paar Sekunden später nahm, sie ihre Beine in die Hand und rannte so schnell sie konnte aus der Umkleide. Marion folgte ihr sofort.
Verwundert sah Jeanne dann ebenfalls in den Spind von Mathilda und entdeckte neben den Chearleder Kostüm ein schwarzes Kleid. Daneben ein Hexenhut und allerlei Hexensymbole und sonstiger Typischer Hexenkram drum herum. Ebenso wie den lachenden Kürbis Kopf der vorher auch schon in der Cafeteria gestanden hatte. Jeanne zog ihre feinen Augenbrauen zusammen und zog sich weiter um.
Gerade als die grau blau Haarige sich die Schnürbänder ihrer Turnschuhe band, kam Marion zurück. Auf die frage eines anderen Mädchens antwortete die Blondine mit den Zöpfen das Mathilda nach Hause gegangen sei, weil sie sich nicht wohl fühlte. Mit Nachdruck schlug die den Spind der orange Haarigen dann zu bevor sie sich selbst endlich umzog.
Da es Gewohnheit war das die Chearleader nur gemeinsam den Sportplatz betraten, tratschte Jeanne noch mit den anderen bis endlich alle fertig Umgezogen waren.

Anna und Tamao saßen an der Tribüne und sahen dabei zu wie die Fußballmannschaft der Schule Zielschüsse auf eines der Tore machten. Fast alle Schützen trafen das Ziel das unterhalb der Latte hing und hin und her schwang. Yoh beteiligte sich nicht daran. Er döste beim anderen Tor vor sich hin und ließ sich von der Musik seines Lieblingssängers berieseln.
Als die Chearleader dann endlich mit ihren Pompons kamen, stoppten die Fußballer mit ihren Probeschüssen und sahen den Mädchen entgegen. Jeanne die ja wusste warum die Jungs ihnen so erwartungsvoll entgegen sahen ließ sich nichts anmerken und führte die Mädchen an ihren Platz, an dem sie sonst auch immer ihre Choreographie einstudierten.
Eines der anderen Mädchen sah dann jedoch ans Tor und machte die anderen, noch unbemerkt von Marion, darauf aufmerksam. Als das Getuschel zu nahm und die Blondine mit den Zöpfen das nicht mehr überhören konnte fragte sie unwirsch.
„Was ist den los mit euch?“
Eine der Chearleader zeigte daraufhin auf das Tor. Marion folgte zuerst verwundert ihren Fingerzeig, doch als sie Chuck erblickte weiteten sich ihre Augen.
Ihre Puppe hing an einem Seil auf geknüpft an der Latte, darunter schwang die Puppe noch leicht hin und her. Der Cowboyhut, die angenähte aus Weichplastik bestehende Pistole, sowie ein Fuß waren Chuck bereits abgefallen und lagen beim Tor verstreut. Marion klappte geschockt der Mund auf und sie ging langsam auf ihren Chuck zu. Die Pompons ließ sie auf den Weg achtlos fallen.
Einer der Fußballer schnappte sich den nächst besten Ball , kickte ihm auf das Tor und traf die Puppe. Wegen des Drucks wurde Chuck gegen das Netz gepresst. Dabei verhedderte sich ein Arm und riss ab.
Perplex blieb die Blondine stehen und sah zu wie der Arm ihrer Puppe auf das weiche Gras fiel. Tränen sammelten sich in Marions weit aufgerissenen Augen. Als ihr die erste über die Wange rollte wandte sie sich ab und rannte so schnell sie konnte zurück in die Umkleide.
So fest Manta konnte, trat er den Typen der erneut auf Chuck geschossen hatte, gegen das Schienbein.
„Hast du einen Knall? Das war total unnötig!“ schrie der kleine den Jungen an der sich schmerzhaft das Schienbein hielt.
Ren, der mit HoroHoro, Hao, und Chocolove auf der Trainerbank gesessen hatte schüttelte den Kopf. „Der Kleine ist jetzt vollkommen durchgedreht. Die gesamte Aktion war doch unnötig.“
Die ganze Fußballmannschaft sah Manta dann dabei zu wie er, auf das Tor zu rannte und die Einzelteile der Revolver Held Puppe zusammen sammelte.
„Ja wirklich.“ nickte der blau Haarige. „Wenn ihm das wirklich gestört hätte, hätte er das schon früher unterbinden können.“
Da Chuck viel zu hoch für den Kleinen hing musste er hoch springen um an die Puppe zu kommen. Manta konnte allerdings nicht so hoch hüpfen. Auch wenn er damit nicht weiter als bis zur Hälfte kam, versuchte er es verbissen weiterhin.
„Es scheint so als wäre ihm erst jetzt aufgefallen, was Marion damit angetan wird.“ meinte Hao.
Der lang Haarige warf dann einen Blick zu Anna die hinter dem Tor auf der Tribüne saß. Sein Blick wanderte wieder zu Manta der immer noch auf und ab sprang.
Keines der Chearleader oder der anderen Spieler kamen auf die Idee ihm zu helfen und sahen einfach nur dabei zu. Mit einen kleinen lachen, da es echt witzig aussah wie Manta versuchte nach der Puppe zu greifen, erhob Hao sich um auf das Tor zuzugehen.
„Was den? Hao hilft einmal jemanden?“ fragte HoroHoro erstaunt.
Ren verdrehte genervt die Augen „Anna sitzt da drüben du Nullchecker, also was glaubst du warum?“
„Oh!“ entfuhr es den blau Haarigen. Dann blinzelte er ein paar mal und keifte. „Nenn mich nicht Nullchecker du Arroganter Wicht!“
Chocolove begann zu strahlen. „Ren der kleine Wicht, ist nur ein ganz kleines Licht!“
Auf der Stirn des Tao begann eine Ader zu pulsieren und ohne weitere Vorwarnung warf er sich auf Chocolove. HoroHoro der eigentlich deswegen zu lachen begonnen hätte, kam gar nicht dazu, da er zwischen den beiden saß und in die Rauferei mit hinein gezogen wurde.
Hao war in der Zwischenzeit bei Manta angekommen und hob den kleinen hoch, der versucht hatte am Pfosten hinauf zu klettern. Verwundert sah der kleine Mann zu ihm hinunter.
„Na los. Worauf wartest du?“
Der braun Haarige Zwerg lächelte und befreite den ziemlich ramponierten Chuck aus seiner misslichen Situation.
„Danke für deine Hilfe.“ meinte er als Hao ihm wieder auf den Boden absetzte.
„Schon gut.“ winkte dieser ab und sah sich nach Anna um. Diese saß aber nicht mehr auf ihren Platz und auch von ihrer rosa Haarigen Freundin fehlte jede Spur.
Mit allen Teilen von der Revolver Held Puppe rannte Manta dann vor die Tür der Mädchen umkleide. Rot um die Nase klopfte er an und rief so laut er konnte als er sie öffnete. „Hallo! Ich, Manta Oyamada, betrete jetzt die Mädchen Umkleide!“
Kaum hatte er die Schwelle übertreten blieb er auch schon wieder stehen. „Marion! Ich wollte dir deine Puppe bringen!“
Nachdem keine Antwort kam setzte er reichlich zögerlich einen Fuß vor den anderen. „Ich habe alle Teile von deinem Chuck zusammen!“
Wieder antwortete ihm nur schweigen und stille. Nach weiteren rufen seinerseits ging er zögerlich durch die Reihen, aber egal wo er nachsah nirgends fand er eine Spur von Marion. Sie war nicht mehr hier. Seufzend ging er wieder zur Tür und trat auf den Sportplatz.
Ren und HoroHoro saßen mit verschränkten Armen von einander abgewandt auf den Rasen mit jeweils einer Beule am Kopf. Ein Stück entfernt lag Chocolove auf den Bauch mit zwei Beulen. Hao hatte sich einen Ball geschnappt und schoss knapp neben Yoh ins Tor um ihm zu zeigen das, das Training nun los gehen konnte.