Star a Star

strike
Nachdem Kanna bei Faust in guten und vor allem fähigen Händen war, konnten Yoh und Anna ohne weiteres das Krankenzimmer wieder verlassen. Da es noch nicht zur Pause geläutet hatte, waren die Flure auch noch wie ausgestorben. Keiner von beiden hatte aber Lust dazu, die letzten paar Minuten bis zum klingen noch in die Klasse zu gehen. Weshalb sie lieber vor dem Mathematik Raum lungerten.
„Mich würde echt interessieren wie Kanna an dieses Zeug gekommen ist.“ durchbrach Yoh die Stille.
Spöttisch fragte Anna. „Warum willst du etwa auch etwas davon?“
„Nein natürlich nicht.“ schüttelte er den Kopf. „Ich verstehe es nur nicht. Kanna würde so etwas doch bestimmt nicht in der Schule nehmen. Und dann auch noch so viel das, sie richtige Halluzinationen davon bekommt.“
„Wer weiß was in ihren Kopf vorgegangen ist.“ zuckte Anna nur mit den Schultern.
Yoh betrachtete sie dann aufmerksam und mit einer Eindringlichkeit die Anna ihm gar nicht zugetraut hätte. Bevor er noch den Mund öffnete wusste sie schon was er sagen, beziehungsweise fragen wollte.
„Ähm Kann es vielleicht sein das du damit etwas zu tun hast?“
„Wie kommst du den auf die Idee?“
„Ich weiß nicht, nur so eine Vermutung.“
„Was willst du jetzt von mir hören?“
Yoh seufzte. „Die Wahrheit.“
Anna strafte die Schultern und verschränkte die Arme vor der Brust. „Gut also schön. Es ist meine Schuld. Ich habe Kanna das Zeug in die Zigaretten gemischt.“
„Und warum?“
„Was glaubst du den? Um ihr eine Lektion zu erteilen natürlich.“
Wieder seufzte der Asakura. „Glaubst du nicht das, das auch anders gegangen wäre?“
„Ich werde mir von dir jetzt bestimmt kein schlechtes gewissen einreden lassen.“ schnaubte sie.
„Das hatte ich auch gar nicht vor. Aber gut das du eines hast.“
„Ich habe bestimmt kein schlechtes gewissen. Woher hätte ich auch wissen sollen das Kanna in der Pause gleich drei Zigaretten raucht? Sie hätte nur eine rauchen sollen. Ein bisschen Panik schieben und Gänsehaut bekommen sollen, mehr nicht. Dafür das, das so ausgeartet ist kann ich nichts.“
Erneut seufzte Yoh weswegen es Anna langsam in den Fingern juckte. Der Asakura begann aber zu grinsen. „Es war aber wirklich gut das du ihr geholfen hast.“
Schulter zucken murmelte sie. „Kann sein.“
Yoh begann dann zu kichern. „Aber lustig war es schon. Überhaupt wie sie Kalim mit den Mathe Buch verdroschen hat.“
Auch Anna konnte sich ein kleines grinsen nicht verkneifen. „Was meinst du wie viele Schüler davon Träumen ihre Mathematik Lehrer mit den Mathe Buch zu schlagen?“
„Bestimmt mehr als man glauben mag.“ lachte er.
Das nächste seufzten das erklang war dieses mal von Anna. „Yoh?“
Dieser sah sie zuerst verwundert an, begann aber schnell wieder zu kichern. „Keine sorge von mir erfährt keine Seele etwas davon.“
Sein letztes Wort wurde von der Schulglocke übertönt und kurz darauf wurden die Türen aufgeschlagen. Der bis eben noch stille Schulflur wurde nach und nach mit Leben erfühlt und es wurde schnell immer lauter.
Yoh und Anna mussten warten bis die ersten Schüler sich aus der Tür des Mathematik Raumes gedrängt hatten. Als die beiden dann hinein sehen konnten, sahen sie wie Ren gerade von Hao abdampfte. Auf den Kopf des Asakuras bildete sich eine Beule, die er sich auch gleich rieb. Der jüngere Asakura begann deswegen zu kichern und auch die Blondine konnte sich ein reichlich Schadenfrohes grinsen nicht verkneifen, mal abgesehen davon das sie das auch gar nicht wollte.
Als Ren dann auf die beiden zu trat, drückte er Anna unwirsch ihr Geschichtsbuch in die Hand. „Hier! Ich werde bestimmt nie wieder für irgendjemanden Buchhalter spielen.“
Mit hochgezogener Augenbraue nahm sie es entgegen. „Ich dachte du wärst gut in Mathe.“
Ren knurrte darauf hin etwas das, „Du weißt was ich meine.“ bedeuten konnte.
Mit einen kichern ging Yoh an ihm vorbei um seine eigenen Sachen zu holen.
„Wolltest du Jeanne nicht letzte Pause zu irgendwas treffen?“ fragte Ren sie.
„Stimmt, ja.“ nickte Anna. „Das habe ich wegen deinen nervigen Freund total vergessen.“
Der Tao zuckte die Schultern und meinte bevor er sich in Bewegung setzte. „Ist nur eine Zweckgemeinschaft.“
Mit einen kleinen lächeln sah sie Ren hinterher. Der Spitzkopf wurde ihr immer Sympathischer.
Hao trat dann knapp hinter sie. „Muss ich jetzt eifersüchtig auf Ren werden?“
„Klar ich werde mich jetzt mit ihm zusammen tun.“ verdrehte Anna die Augen ohne, sich zu ihm umzudrehen.
„Damit dürfte Jeanne wohl kaum einverstanden sein.“
„Dafür das du erst am Wochenende mit einen dreier geprallt hast, denkst du ganz schön Prüde.“ hielt sie ihm vor.
„Das sind ja ganz neue Seiten an dir Anna.“ lachte Hao und legte ihr eine Hand um die Hüften. „Du gefällst mir immer besser.“
Mit den Ellbogen boxte sie ihm im Bauch um sich aus seinen griff zu befreien. „Pfoten weg.“
„Schlafen darf ich mit dir aber sonst nicht anfassen?“
„Das ich mich mit dir einlasse hat, rein egoistische gründe.“ meinte sie und wollte sich ebenfalls in Bewegung setzten.
Hao hielt sie aber noch zurück. „Hast du nicht etwas vergessen?“
Als sie sich zu ihm umdrehte hielt er ihr, ihr Mathematik Buch hin. Mit einen genuschelten „Danke.“ nahm sie es an und suchte das weite.

Um den Computer Raum der Schule zu erreichen, in dem sich Anna eigentlich schon letzte Pause mit Jeanne und Tamao treffen wollte, musste sie ein paar Flure durchqueren. Einer dieser Flure war der in dem Marion ihren Spind hatte.
Das Blonde Mädchen mit den Zöpfen hatte damit begonnen den Inhalt daraus zu werfen und verzweifelt nach etwas zu suchen. Die Hälfte ihrer ganzen Bücher und Hefte bedeckte bereits den Boden und die andere folgte. Diese Art von Spind Räumung hatte, natürlich schon für aufsehen erregt, weswegen Anna sich einen Weg durch die gaffenden Schüler bahnen musste.
Mathilda die neben ihrer Blonden Freundin stand sah diese fragend an. „Bist du sicher das du Chuck heute überhaupt mitgenommen hast?“
„Ja ich bin mir sicher!“ keifte Marion und durchwühlt weiter. „Wie immer hätte er auf den Büchern sitzen sollen!“
Vor dem EDV Zimmer erwartete Jeanne Anna auch schon.
„Wo warst du den letzte Pause?“ fragte die grau blau Haarige sie sofort.
„Entschuldige, ich bin abgelenkt worden.“ entgegnete Anna als sie vor ihr stehen blieb.
„Kein Problem.“ winkte Jeanne ab und hielt ihr einen USB Stick hin. „Wir haben derweil alleine gesucht. Darauf solltest du auf jeden Fall finden was du gesucht hast. Tamao und ich haben dir alle Bilder, die für dich von nutzen sein könnten darauf gespeichert.“
Dankbar nahm ihn Anna entgegen und verstaute ihn auch gleich. „Danke, ich bringe dir den Stick morgen wieder.“
„Hetzt dich nicht.“
„Hey!“ rief Tamao als sie auf die beiden zu rannte.
Jeanne begann dann zu kichern. „Du solltest dich auch nicht abhetzten.“
Vor den beiden blieb Tamao stehen und legte keuchen ihre Hände auf die Knie.
„Was ist den so wichtig das du dafür rennst?“
„Ist es wahr das Kanna Kalim mit einen Buch geschlagen hat?“
Anna zuckte mit den Schultern. „Sie hat ihm wohl für irgendein Monster gehalten.“
„Was?“ fragte Jeanne verwirrt.
„Das ist wirklich wahr?“ die rosa Haarige war wieder zu Atem gekommen. „Würdest du erzählen was passiert ist?“
„Kanna hat Kalim mit den Mathe Buch geschlagen weil sie ihm für einen Dinosaurier oder so etwas gehalten hat.“ erklärte Anna. „Und bevor Yoh und ich sie dann zu Faust gebracht haben dachte sie wohl noch ein rotes Krokodil im Arm zu haben.“
Bevor Jeanne noch etwas sagen konnte meinte Tamao. „Marion sucht nun ihre Puppe Chuck.“
Die beiden Mädchen sahen Anna daraufhin auffordernd an. Die Blondine fragte aber nur. „Erwartet ihr jetzt etwas von mir?“
Jeanne nickte. „Hast du Chuck versteckt?“
„Nein.“ Antwortete Anna ehrlich. Den versteckt war die Puppe wirklich nicht. Im Gegenteil sie war offen sichtbar für alle. Dennoch würde wohl noch etwas Zeit vergehen bis Marion ihren Chuck fand.
„Also hast du nichts mit Chucks verschwinden zu tun?“ wollte die grau blau Haarige weiter wissen.
Diesmal nickte Anna. „Du meintest doch heute das ihr Chearleader Training habt. An deiner Stelle würde ich also die Augen offen halten wenn ich auf den Sportplatz gehe.“
„Und was hast du mit Mathilda vor?“ warf die rosa Haarige fragend ein.
„Das werdet ihr erst in der Essenspause sehen.“ zuckte Anna die Schultern. „Nochmal danke für eure Hilfe bei den Fotos.“ meinte sie bevor sie sich abwandte um ihren nächsten Klassenraum zu erreichen.
Tamao legte den Kopf schief und sah ihr hinterher. „Ein rotes Krokodil?“
Jeanne begann zu kichern. „Komm wir sollten jetzt auch in unsere Klasse bevor wir noch zu spät kommen.“

Als Anna dann in der nächsten Pause zu ihren Spind wollte um die Chemie gegen die Erdkunde Bücher zu tauschen wurde sie grob gegen die Metallkästen gedrückt.
Marion und Mathilda hatten sich vor ihr aufgebaut und sahen sie wütend an.
„Wo ist er?“
Anna schlug die Hände weg die sie an die Spinde drückten. „Keine Ahnung was du meinst.“
„Chuck!“ fauchte Marion fuchsteufelswild. „Was hast du mit Chuck gemacht?“
„Ihr wisst das ich noch nicht lange auf der Schule bin. Ich kenne noch keinen Chuck.“ meinte Anna und wollte an ihnen vorbei.
Die beiden stießen sie aber wieder zurück und drückten sie erneut an der Schulter gegen den Hintergrund.
„Ich weiß ganz genau das du etwas mit den Verschwinden meiner Puppe zu tun hast!“
Schon wieder schlug Anna die Hände der beiden weg. „Bist du nicht schon zu alt um mit Puppen zu spielen?“
„Was hast du mit ihm gemacht?“ wollte Mathilda ebenso energisch wissen.